Antje Kaiser

Persönliche Geschichte

Aufgrund meiner eigenen leidvollen Erfahrungen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich mit Verständnis und Mitgefühl zu begegnen.

Als Kind und Jugendliche

Ich bin 1968 in Hannover geboren. In meiner Familie fiel oft der Satz: „Antje ist abends nicht zu stillen.“ Meine Eltern meinten das nicht böse, nur war deutlich, dass ich abends nicht aufhören konnte zu essen. Ich war ein schlankes Kind, deshalb hatte mein abendliches Essen keine negativen Folgen. Heute ist mir klar, dass ich damals bereits jeden Abend Essanfälle hatte, um mein Nervensystem zu regulieren.

Meine Mutter war ihr Leben lang sehr stark depressiv und hatte mit vielen Ängsten zu kämpfen. Mein Vater stand dem Ganzen ohnmächtig gegenüber und all seine Aufmerksamkeit war darauf gerichtet, sich um meine Mutter zu kümmern. Meine Schwester und ich waren auf uns selbst gestellt. Ich war zutiefst einsam und emotional überfordert.

Im Laufe meiner Jugend habe ich dann selbst eine Depression entwickelt, hatte mit Ängsten und Schlafstörungen zu kämpfen und habe mich mit Essen abgedämpft oder getröstet.

Als Erwachsene

Neben der Arbeit als Therapeutin bin ich seit 2004 mit meinem Mann zusammen und habe zwei Töchter, die 1999 und 2009 geboren wurden.

Im Jahre 2007 wurde unser Sohn zu unserer großen Trauer tot geboren. Diese Erfahrung hat mir aber gezeigt, dass schlimme Dinge passieren können, ohne dass daraus eine traumatische Erfahrung werden muss. Die ganze Familie, auch meine damals siebenjährige Tochter, hat dieses Erlebnis gut verarbeiten können. Unser Sohn ist ein Teil unserer Familie, es hängen Babyfotos von ihm in unserem Haus.

Aus- und Fortbildungen

Neben meiner persönlichen Geschichte haben auch meine Aus- und Fortbildungen eine großen Anteil an dem, wer ich heute bin.

Mit Anfang dreißig habe ich das Studium zur Sozialpädagogin beendet. In diesem Beruf war ich über 16 Jahre in der Familienhilfe tätig.

Parallel habe ich eine Fortbildung zur Atemzentrierten Psychotherapeutin nach Randolph und Regina Pleske gemacht.

2010 habe ich aufgrund meiner eigenen Essproblematik ein Seminar bei Maria Sanchez besucht und von 2012-2019 eine Ausbildung absolviert. Die Schwerpunkte der Ausbildung waren Trauma und Ess-Störungen.

Um mich als Psychotherapeutin selbständig machen zu können und meine Arbeit auf seriöse Beine zu stellen, habe ich die Prüfung als Heilpraktikerin für Psychotherapie abgelegt.

Zum Thema Entwicklungstrauma habe ich an einer Online Basis-Fortbildung SEI® – Frühe Verletzungen und Entwicklungstrauma erkennen und heilen von Dami Charf teilgenommen